
In einem langfristigen Kooperationsprojekt von Österreichischer Nationalbibliothek und Deutschem Literaturarchiv Marbach werden alle bis 1990 entstandenen 75 Notizbücher in einer
Kurzbeschreibung des Projekts
Im Wintersemester 1827/28 hielt Alexander von Humboldt an der Berliner Universität und in einem zweiten, teilweise parallel verlaufenden Zyklus an der benachbarten Singakademie Vorträge über »Physische Erdbeschreibung, mit Prolegomenen über Lage, Gestalt und Naturbeschaffenheit der Gestirne«. Diese – erst später als »Kosmos-Vorträge« bezeichneten – öffentlichen Vorlesungen erregten schon unter Zeitgenossen enorme Aufmerksamkeit sowohl in wissenschaftlichen Kreisen als auch in der breiteren Öffentlichkeit. Heute werden sie in der Forschung als Meilenstein der Wissenschaftspopularisierung mit großer Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Berlin wahrgenommen. Das Hidden Kosmos – Reconstructing Alexander von Humboldt’s »Kosmos-Lectures« widmete sich von 2014–16 der Ermittlung und Verzeichnung, Bild- und Volltext-Digitalisierung sowie der Digitalen Edition sämtlicher überlieferter Nachschriften der Vorträge aus dem Kreis der Hörerinnen und Hörer, um somit die Erforschung dieses bedeutenden Ereignisses erstmals auf eine solide Quellengrundlage zu stellen.
Projektinhalt
Hauptziele des Projekts »Hidden Kosmos« waren die Transkription und Annotation von bislang unveröffentlichten Nachschriften der »Kosmos-Vorträge« Humboldts sowie deren Verknüpfung untereinander. Die Digitale Edition sämtlicher bislang bekannter Nachschriften der »Kosmos-Vorträge« Humboldts im Kooperationsprojekt Deutsches Textarchiv liefert erstmals belastbare Quellen, die Aussagen über Inhalt, Verlauf und Bedeutung dieses Ereignisses zulassen. Obgleich die »Kosmos-Vorträge« in der Forschung als eines der zentralen Ereignisse in Leben und Schaffen Humboldts dargestellt werden, war bis dato der allergrößte Teil der im Projekt »Hidden Kosmos« zu erschließenden Materialien der (Humboldt-)Forschung bislang unbekannt. Die Nachschriften bieten eine notwendige Grundlage für die weitere Erforschung Humboldts eigenhändiger Vortragsmanuskripte, die sich teilweise in dessen Nachlass erhalten haben, seiner Arbeitspraxis und seiner internationalen Vernetzung innerhalb der zeitgenössischen Gelehrtenrepublik. Durch ihre Publikation wird die quellengestützte Erforschung der »Kosmos-Vorträge« in ihrer Bedeutung für das Werk Alexander von Humboldts, für den Wissenschaftsstandort Berlin und die Entwicklung der Natur- und Geisteswissenschaften des 19. Jahrhunderts überhaupt erst ermöglicht.
Eine Liste der im Projekt erschlossenen Nachschriften findet sich auf der Projektwebseite unter https://www.culture.hu-berlin.de/de/forschung/projekte/hidden-kosmos/veroeffentlichte-nachschriften.
Zu den Ergebnissen des Projekts, speziell zur Edition der Nachschriften und exemplarischen Analysen siehe Christian Thomas: „… ein Gemisch von Gehörtem und selbst Zugeseztem“. Nachschriften der ,Kosmos-Vorträge‘ Alexander von Humboldts: Dokumentation, Kontextualisierung und exemplarische Analysen. Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin: edoc-Server, Version 1.0 vom 1. November 2023. https://doi.org/10.18452/27521.
Prof. Dr. Christian Kassung (HU Berlin), CKassung@culture.hu-berlin.de
Christian Thomas (BBAW, Klassik Stiftung Weimar), thomas@bbaw.de
Erfahren Sie mehr unter
www.culture.hu-berlin.de/hidden-kosmos
Fügen Sie Ihr DH-Forschungsprojekt dem Projektschaufenster hinzu, indem Sie eine kurze Projektbeschreibung über das Webformular einreichen. Geben Sie Projektdaten, eine Kurzbeschreibung, eine Grafik oder Visualisierung sowie eine detaillierte Beschreibung des Projektinhalts mit fachlicher Zuordnung, Adressaten, Mehrwert, Projektverantwortlichen, Finanzierungsinformationen und Laufzeit an.

In einem langfristigen Kooperationsprojekt von Österreichischer Nationalbibliothek und Deutschem Literaturarchiv Marbach werden alle bis 1990 entstandenen 75 Notizbücher in einer

Das Projekt untersucht den öffentlich-schriftlichen Diskurs der Literaturvermittlung an höheren Schulen im 19. Jahrhundert für alle deutschen Staaten – außer

Das Institut für Dokumentologie und Editorik e.V. (IDE) ist ein internationaler Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen der

In einem langfristigen Kooperationsprojekt von Österreichischer Nationalbibliothek und Deutschem Literaturarchiv Marbach werden alle bis 1990 entstandenen 75 Notizbücher in einer

Der Vergleich als methodisches und epistemologisches Paradigma ist in den Geisteswissenschaften tief verankert. Ob in der qualitativen oder quantitativen Forschung

Annotieren, Analysieren, Interpretieren und Visualisieren: In CATMA können Textwissenschaftler:innen so arbeiten, wie es ihren Fragestellungen am besten entspricht: qualitativ oder

EXMARaLDA wurde ursprünglich (2000-2011) am SFB Mehrsprachigkeit der Universität Hamburg entwickelt. Die Entwicklung von FOLKER und OrthoNormal wurde über das

Das Fach ist BUA-finanziert und am Seminar für Semitistik und Arabistik angelegt. Es fokussiert sich auf die Analyse des status