{"id":2450,"date":"2024-04-17T16:30:57","date_gmt":"2024-04-17T14:30:57","guid":{"rendered":"https:\/\/dig-hum.sjstudios.eu\/?page_id=2450"},"modified":"2024-04-19T15:39:29","modified_gmt":"2024-04-19T13:39:29","slug":"stellungnahme-des-verbandes-digital-humanities-im-deutschsprachigen-raum-dhd-zur-nationalen-forschungsdateninfrastruktur-nfdi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/digitalhumanities.de\/en\/stellungnahme-des-verbandes-digital-humanities-im-deutschsprachigen-raum-dhd-zur-nationalen-forschungsdateninfrastruktur-nfdi\/","title":{"rendered":"Stellungnahme des Verbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"2450\" class=\"elementor elementor-2450\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5a2d48df e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"5a2d48df\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-673382cb elementor-widget__width-initial elementor-widget-mobile__width-initial elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"673382cb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Stellungnahme des Verbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) zur Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)<\/h1>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c302d52 elementor-widget__width-initial elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"c302d52\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div id=\"header-push\"><nav id=\"breadcrumb\"><p class=\"with-tabs\">Dieses Papier basiert auf einer Stellungnahme der AG Datenzentren mit Erg\u00e4nzungen durch die AG Informatik der DHd vom 31. Juli 2017.<\/p><\/nav><\/div><div class=\"region region-content\"><div id=\"block-system-main\" class=\"block block-system\"><div class=\"content\"><div id=\"node-322\" class=\"node node-page\"><div class=\"content clearfix\"><div class=\"field field-name-body field-type-text-with-summary field-label-hidden\"><div class=\"field-items\"><p>Urspr\u00fcngliche Fassung vom 31. Juli. 2017, aktualisiert am 18. Januar 2018: <a href=\"http:\/\/dig-hum.de\/sites\/dig-hum.de\/files\/nfdi-positionspapier_FINAL_0.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF-Version zum Download<\/a><\/p><p>Der Rat f\u00fcr Informationsinfrastrukturen (RfII) hat im vergangenen Jahr in seiner Publikation \u201cLeistung durch Vielfalt: Empfehlungen zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdatenmanagements in Deutschland\u201d Empfehlungen f\u00fcr die Weiterentwicklung von Infrastrukturen f\u00fcr Forschungsdaten ausgesprochen und eine Agenda f\u00fcr die schrittweise Schaffung einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) in Form eines Netzwerkes beschrieben. Im April 2017 konkretisierte der RfII seine Empfehlungen f\u00fcr die NFDI durch das Diskussionspapier \u201cSchritt f\u00fcr Schritt \u2013 oder: Was bringt wer mit?\u201d. Zu diesen aktuellen Entwicklungen nimmt der Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) mit dem vorliegenden Text Stellung, um die Perspektive der durch den Verband vertretenen Fachgemeinschaften und im Verband mitwirkenden Infrastruktureinrichtungen aufzuzeigen und die Bereitschaft zur Mitarbeit bei der konkreten Umsetzung der genannten Empfehlungen des RfII und der Schaffung einer NFDI zu bekunden.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><h2><strong>Die Arbeitsgemeinschaft der Datenzentren im DHd-Verband<\/strong><\/h2><p>Der 2013 gegr\u00fcndete Verband DHd (&#8222;Digital Humanities im deutschsprachigen Raum&#8220;) versteht sich als Forum und formelle Interessenvertretung f\u00fcr alle, die sich im deutschsprachigen Raum in Forschung und Lehre sowie in Dienstleistungen im Bereich digitale Geisteswissenschaften (\u201cDigital Humanities\u201d) engagieren. Innerhalb des DHd-Verbandes existiert von Anfang an die in diesem Kontext wichtige Arbeitsgruppe Datenzentren, in der institutionelle, lokale, regionale bzw. nationale Datenzentren, disziplinspezifische Einrichtungen mit nationaler Ausrichtung sowie die verteilten Datenzentren der international eingebetteten Forschungsinfrastrukturen CLARIN-D und DARIAH-DE vertreten sind. Sie verf\u00fcgt hierdurch \u00fcber Expertise f\u00fcr Daten aus allen geisteswissenschaftlichen Forschungsbereichen. Gemeinsam ist den an der AG beteiligten Datenzentren, dass sie teils schon jetzt, teils perspektivisch konkrete Dienstleistungen anbieten, eine gro\u00dfe N\u00e4he zu den einzelnen Nutzenden (Individuen, Projekten und Institutionen) aufweisen, Erfahrungen mit fachspezifischen Anforderung besitzen, forschungsbasierte Konzepte und Innovationen verfolgen und auf diese Anforderungen ausgerichtete generische sowie individuelle L\u00f6sungen entwickeln. Die AG stellt somit eine funktionierende Kommunikationsplattform von etablierten Infrastrukturpartnern dar, um die abgestimmte Entwicklung von Angeboten f\u00fcr die Fachgemeinschaft, also die forschenden Nutzenden, zu unterst\u00fctzen, Potenziale f\u00fcr Synergien auszuloten und Beitr\u00e4ge zu Konzepten f\u00fcr die internationale Ein- bzw. Anbindung der angebotenen Dienste zu erarbeiten.<\/p><h2>\u00a0<\/h2><h2><strong>Welche Aspekte des Papiers &#8222;Leistung aus Vielfalt&#8220; werden besonders begr\u00fc\u00dft?<\/strong><\/h2><p>Der DHd Verband stimmt in vielen Punkten den vom RfII identifizierten f\u00fcnf dringlichsten Handlungsfeldern f\u00fcr Wissenschaft und Politik und sowie den umfangreichen, an verschiedene Adressatengruppen gerichteten Einzelempfehlungen zu und sieht sich in der Forderung nach Vernetzung von verteilten kooperierenden Datenzentren best\u00e4tigt.<\/p><p>Aus Sicht des Verbandes sind insbesondere die folgenden Aspekte zu betonen:<\/p><ul><li><em>F\u00f6rdermechanismen anpassen<\/em>: Um mittelfristig zu einer ausgewogenen Balance von befristeter Projektf\u00f6rderung und dauerhafter Institutionalisierung zu gelangen, ist aus Perspektive der AG eine nationale Roadmap mit Finanzierungsplanung im Sinne einer NFDI sehr zu bef\u00fcrworten. Nur durch eine solide und nachhaltige Finanzierung von dauerhaften Infrastrukturen auf der einen Seite und Innovationen initiierenden Projekten auf der anderen Seite l\u00e4sst sich eine Akzeptanz der Angebote und ein Vertrauen in die Akteure bei den Nutzenden erlangen. Hierdurch wird auch die weitere Vernetzung der Angebote der einzelnen Zentren sowie eine einheitliche Bereitstellung der Dienste mit gleichen Qualit\u00e4tsstandards erm\u00f6glicht.<\/li><li><em>Effizienz und Koordination durch eine verteilte, nationale Infrastruktur sicherstellen<\/em>: Durch die Verstetigung und Vertiefung der bisherigen vielversprechenden Zusammenarbeit \u2013 wie z. B. im Rahmen der AG Datenzentren bereits vorgelebt \u2013 wird sich eine produktiv vernetzte nationale Forschungsdateninfrastruktur koordiniert und effizient weiterentwickeln und erfolgreich umsetzen lassen. Die lokale, regionale, nationale oder disziplinspezifische Ausrichtung der einzelnen Datenzentren bietet im Verbund mit den international verankerten Initiativen die beste Gew\u00e4hr f\u00fcr ein vielf\u00e4ltiges, strukturiertes und aufeinander abgestimmtes Angebot, das eng an den tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnissen der Forschung orientiert ist.<\/li><li><em>Forschungsdatenkultur bef\u00f6rdern<\/em>: Die Unterst\u00fctzung von Forschenden vor Ort geh\u00f6rt zu den wichtigsten Aufgaben von Datenzentren. Nur durch den direkten Austausch kann sichergestellt werden, dass sich eine breit akzeptierte Forschungsdatenkultur entwickelt, in der auch Open Access, Open Science und Open Data zu zentralen Themen im geisteswissenschaftlichen Forschungskontext werden.<\/li><li><em>\u00dcbergreifendes Monitoring und Qualit\u00e4tssicherung einrichten<\/em>: Ein fl\u00e4chendeckendes \u00fcbergreifendes Monitoring und eine effektive Qualit\u00e4tssicherung k\u00f6nnen nur aus der Verbindung der Praxiserfahrungen der verschiedenen Einrichtungen und Initiativen vor Ort mit bereits national angelegten generischen technischen L\u00f6sungen entstehen. Die Zusammenf\u00fchrung von praktischer Erfahrung, methodischer Kompetenz und technischen L\u00f6sungen erfolgt idealerweise in einer Gruppe wie der AG Datenzentrum der DHd, in der die entsprechenden Akteure in ihrer ganzen Breite vertreten sind.<\/li><li><em>Personalentwicklung auf allen Ebenen betreiben<\/em>: Geisteswissenschaftliche Datenzentren m\u00fcssen ein sehr breites Anforderungsprofil abdecken, wof\u00fcr sie gut ausgebildetes Personal ben\u00f6tigen. Die abzudeckenden Aufgabenbereiche reichen von der Beratung, \u00fcber die praktische Datenkuratierung als Schnittstelle zwischen Forschung und Langzeitarchivierung bis hin zu neuen Entwicklungsaufgaben. Das Forschungsdatenmanagement ist ein Arbeitsbereich, in dem Aus- und Weiterbildung, die Anerkennung der speziellen Leistungen und faire Zukunftsperspektiven eine besondere Rolle spielen. Datenzentren sind auf ein ganzheitliches, zukunftsgerichtetes Personalentwicklungskonzept angewiesen, um ihre Dienste verl\u00e4sslich anbieten zu k\u00f6nnen. Dazu m\u00fcssen sie aber auch verl\u00e4ssliche Berufsperspektiven bieten k\u00f6nnen.<\/li><\/ul><h2>\u00a0<\/h2><h2><strong>Was kann der DHd Verband zum Aufbau der NFDI beitragen?<\/strong><\/h2><p>Im DHd-Verband kooperieren unterschiedliche, aber fachlich eng zusammenarbeitende Forschungsinfrastruktur- und Forschungsdatenzentren, die bereit sind, ihre Expertise und Erfahrungen beim Aufbau einer NFDI einzubringen:<\/p><ul><li>Zur Modellierung und Operationalisierung von geisteswissenschaftlichen Fragestellungen k\u00f6nnen umfangreiche Erfahrungen geteilt und Empfehlungen gegeben werden. Nur so k\u00f6nnen die Potentiale digitaler Forschungsinfrastrukturen optimal genutzt werden.<\/li><li>Die Sicht- und Erreichbarkeit der Datenzentren selbst sowie der von ihnen betreuten Ressourcen kann erh\u00f6ht werden.<\/li><li>Rationelle Arbeitsteilung wird gef\u00f6rdert: Dienstleistungen, die ein einzelnes Datenzentrum evtl. nicht anbieten kann, k\u00f6nnen in einem Verbund mit verteilten Aufgaben und Verantwortungen bewerkstelligt werden (z. B. Ausbildung und Beratung, Betreuung und Entwicklung vor Ort, redundante Datenarchivierung, Kl\u00e4rung von Rechtsfragen).<\/li><li>Durch die Ber\u00fccksichtigung von Verfahren zur Datenintegration, -analyse und -verlinkung in digitalisierten Forschungsprozessen k\u00f6nnen nachhaltige Dienste etabliert werden, die einerseits nachfrageorientiert und im engen Kontakt mit Forschenden vor Ort betrieben werden und andererseits mit \u00fcbergreifenden Strukturen abgestimmt sind, so dass eine Wiederverwendbarkeit von Daten und Verfahren in digitalen Forschungsinfrastrukturen gew\u00e4hrleistet ist.<\/li><li>Der Prozess der technischen und semantischen Standardisierung l\u00e4sst sich so vorantreiben, dass die Forschung von einer verbesserten Vergleichbarkeit und Interoperabilit\u00e4t von Forschungsdaten und -verfahren, einem zentren\u00fcbergreifenden Nachweis und Zugriff und damit von der Einbindung geisteswissenschaftlicher Daten und Forschungsinfrastrukturen in das Paradigma der reproducible science im allgemeinen direkt profitieren kann.<\/li><li>Zur Qualit\u00e4tssicherung kann der Verband bzw. die AG (vergleichbar mit dem RatSWD) die Anerkennung von etablierten und neuen Infrastrukturen anhand fachspezifischer Kriterien und allgemeiner Zertifikate vornehmen.<\/li><\/ul><p>Die DHd ist mit Rekurs auf die in den AGs des Verbandes vertretenen Kompetenzen bereit, eine gemeinsame Governance-Struktur f\u00fcr die Phasen des Einstiegs in eine NFDI f\u00fcr die Geisteswissenschaften und die damit verbundenen gemeinsamen Aufgaben zu diskutieren und konkrete L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge auszuarbeiten, die die vorhandenen institutionellen, konzeptionellen und technischen Nachhaltigkeitsstrategien ihrer Mitglieder einbeziehen.<\/p><p>Datenzentren entstehen an vielen Institutionen aus bestehenden Angeboten und aufgrund der konkreten, spezifischen Nachfrage nach L\u00f6sungen. Als Ziel sehen wir eine f\u00f6derale Landschaft von kooperierenden institutionellen und fachspezifischen Datenzentren, die sich aus den Bed\u00fcrfnissen der Fachdisziplinen konstituieren und in enger Abstimmung mit den FachwissenschaftlerInnen weiterentwickeln. Der DHd-Verband und die AGs regen mit Nachdruck an, die Geisteswissenschaften innerhalb der k\u00fcnftigen NFDIen organisatorisch eigenst\u00e4ndig zu verankern, da es in den Geisteswissenschaften fachspezifische Forschungsziele, -methoden und -anforderungen gibt, die von den anderen Wissenschaftsbereichen zum Teil stark abweichen.<\/p><p>Der Verband DHd erkl\u00e4rt sich gemeinsam mit den AGs und insbesondere der AG Datenzentren ausdr\u00fccklich dazu bereit, die Realisierung einer NFDI zu unterst\u00fctzen und einen konstruktiven Beitrag bei der Vernetzung und Koordination der verschiedenen geisteswissenschaftlichen F\u00e4cher und Infrastruktureinrichtungen zu leisten. Als zentrale Vertretung der mit digitalen Methoden arbeitenden Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum kann der Verband DHd seine umfassende, Disziplinen, Sparten und Institutionen \u00fcberspannende Expertise bei der Gestaltung dieser Prozesse einbringen, in denen gemeinsame Ziele erarbeitet und erreicht werden sollen. Gest\u00fctzt auf die Erfahrungen und Expertise der AGs in den Bereichen institutionelle, regionale, nationale und disziplinspezifische Datenzentren sowie Internationalisierung kann der DHd-Verband auch die Verbindung zu international eingebetteten geisteswissenschaftlichen Forschungsinfrastrukturen herstellen und zwischen den Interessen und k\u00fcnftigen Aufgaben von Fachdisziplinen und -verb\u00e4nden, Datenzentren, Forschungsinfrastrukturen und Ged\u00e4chtnisinstitutionen vermitteln.<\/p><p>Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd): <a href=\"https:\/\/dig-hum.de\/\">https:\/\/dig-hum.de\/<\/a>, Vorsitzende: <a href=\"mailto:moulin@uni-trier.de\">Prof. Dr. Claudine Moulin<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Papier basiert auf einer Stellungnahme der AG Datenzentren mit Erg\u00e4nzungen durch die AG Informatik der DHd vom 31. Juli 2017. 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